Badminton NRW erhält Siegel
Starker Schritt für Schutz von Kindern und Jugendlichen
Am Samstag, den 8. November, wurde Badminton NRW im Rahmen der Westdeutschen Meisterschaften U19 das offizielle Siegel des Qualitätsbündnis zum Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt im Sport überreicht. Die feierliche Übergabe fand in der Westenergie-Sporthalle statt, noch vor dem Start der Wettkämpfe.
Die Verleihung nahm Dr. Michael Timm, Vizepräsident des Landessportbundes NRW und Sprecher der Verbände, persönlich vor. In seiner Ansprache betonte Dr. Timm die herausragende Bedeutung dieses Siegels als Zeichen für den Schutz aller Mitglieder, insbesondere unserer schutzbefohlenen Kinder und Jugendlichen. Es zeige, dass sich der Verband konsequent mit Nicht-Wegsehen, Hinsehen und Handeln auseinandersetze.
Bei der Übergabe des Siegels waren folgende Personen vertreten (siehe Foto, v.l.n.r.):
- Henning Schade (Referatsleiter Wettkampfsport U19)
- Dr. Julian Wegner (Verbandsjugendwart)
- Pia Mölders (Referat Schiedsrichterwesen Badminton NRW)
- Jan Wültener (Referee Westdeutsche Jugend-Meisterschaften 2025)
- Gabriele (Ele) Poste (Ansprechpartnerin für das Thema „Schutz vor sexualisierter und interpersoneller Gewalt“)
- Christian Berhorst (Präsidialmitglied Spielbetrieb)
- Holger Hasse (Geschäftsführer Badminton NRW)
- Dr. Michael Timm (Vizepräsident Landessportbund NRW)
Was steckt hinter dem Qualitätsbündnis?
Das Bündnis wurde vom Landessportbund NRW gemeinsam mit der Sportjugend NRW auf Grundlage des 10-Punkte-Aktionsprogramms „Schweigen schützt die Falschen“ entwickelt.
Ziel ist es, sexualisierte und interpersonelle Gewalt im organisierten Sport wirksam vorzubeugen und zu bekämpfen. Dafür wurden maßgeschneiderte Qualitätsstandards zur Prävention und Intervention erstellt, die in Sportvereinen und Verbänden verankert werden sollen.
Als Kernpunkte gelten u. a.:
- Information & Beschluss des Vorstands zur Beschäftigung mit dem Thema
- Ergänzung der Vereinssatzung um das Thema Schutz vor Gewalt
- Benennung und Qualifizierung von Ansprechpersonen im Verein
- Durchführung einer Risikoanalyse und Erstellung eines Schutzkonzepts
- Öffentlichkeitsarbeit, Vorlage eines erweiterten Führungszeugnisses, Qualifizierung der Mitarbeitenden, Aufbau lokaler Netzwerke.
Alle Angebote im Rahmen des Bündnisses sind für Mitgliedsorganisationen des LSB NRW kostenfrei.
Warum dieser Rahmen?
Die Wahl, die Übergabe während der Westdeutschen Meisterschaften U19 stattfinden zu lassen, war bewusst:
„Wir wollten den Rahmen nutzen, um ein starkes Zeichen zur Prävention vor Gewalt im Badmintonsport zu setzen", erklärt Holger Hasse.
Was bedeutet das für Badminton NRW?
„Wir sind sehr froh und stolz“, sagt Gabriele Poste, „jetzt dieses Siegel tragen zu dürfen. Viel wichtige Arbeit war damit verbunden: Konzepte, Schulungen, Risikoanalysen, Schnittstellenbildung. Aber es hat sich gelohnt.“
Der Verband sieht dies als Appell an alle Badmintonvereine in NRW: „Springt auf diesen Zug auf, macht Euch auf den Weg! Gemeinsam wollen wir sicherere Rahmenbedingungen schaffen.“
Was kommt als Nächstes?
Ab Anfang Januar wird ein Schutzkonzept-Generator zur Verfügung stehen. Dieser erleichtert allen Vereinen die Erstellung eines individuellen Schutzkonzepts maßgeblich. „Damit gibt es im Prinzip keine Ausrede mehr, sich nicht mit dem Thema zu beschäftigen“, so Daniel Pacheco (ebenfalls Ansprechperson für das Thema). Aktuell können bereits alle Einsatzstellen für den Freiwilligendienst auf den Schutzgenerator zugreifen.
Fazit
Die Übergabe des Siegels markiert einen bedeutenden Meilenstein für Badminton NRW: Der Verband bezieht Stellung, übernimmt Verantwortung und leistet seinen Beitrag, einen verlässlichen Rahmen für Kinder und Jugendliche im Sport zu schaffen. Gleichzeitig richtet sich die Einladung an alle Vereine: Wer sichere Strukturen schafft, stärkt den Sport von der Basis bis zur Spitze.
